OmniPCX Enterprise (Octopus EP) – Einordnung der damaligen Telekom-Entscheidung und heutige Optionen

Vor rund sechs Jahren entschied die Deutsche Telekom, keine TK-Systeme des Herstellers Alcatel-Lucent mehr zu vermarkten. Das Produkt lief im Telekom-Portfolio unter dem Namen Octopus EP, technisch basierend auf der Alcatel-Lucent OmniPCX Enterprise (OXE).

Diese Entscheidung war nach vorliegenden Informationen keine Folge technischer Mängel oder fehlender Supportfähigkeit, sondern Teil einer strategischen Portfolio-Verschlankung. Neben Alcatel-Lucent waren auch andere Hersteller betroffen. Der Fokus lag künftig auf ausgewählten Plattformen.

Schwarzer Telefonhörer mit Kabel auf hellem Hintergrund – Symbol für klassische Telefonie.

Was viele nicht wissen

Bei „Octopus EP“ handelt es sich technisch um eine OmniPCX Enterprise (OXE) – also um ein vollwertiges Alcatel-Lucent Kommunikationssystem. 

Das bedeutet: 

  • Die Plattform ist weiterhin Hersteller-seitig verfügbar und supportfähig
  • Software-Updates auf aktuelle Versionen sind möglich
  • Hardware-Erweiterungen und Modernisierungen sind realisierbar
  • Nach einem Update kann das System erneut unter Support gestellt werden


Ein vollständiger Austausch der Anlage ist in vielen Fällen nicht erforderlich.

Laut Alcatel-Lucent können modernisierte Systeme für mehrere Jahre wieder unter Herstellersupport genommen werden und bieten damit Investitionsschutz.

Herstellersupport weiterhin möglich

Modernisierte Systeme können wieder regulär betreut werden.

Upgrade statt Komplettaustausch

Software- und Hardwareanpassungen sichern Investitionen.

Hybridfähigkeit

Lokale Anrufsteuerung mit optionaler Cloud-Erweiterung.

Warum ein Upgrade sinnvoll ist

Ein veralteter Softwarestand kann Risiken im Bereich IT-Sicherheit, Wartungsfähigkeit und regulatorischer Anforderungen mit sich bringen. Gleichzeitig verfügen viele bestehende Systeme über eine stabile technische Basis.

Die entscheidende Frage lautet nicht „Alt oder neu?“, sondern:
Ist eine Modernisierung wirtschaftlich und technisch sinnvoll?

Die aktuelle Generation der OmniPCX Enterprise bietet eine vollständig IP-basierte Architektur, Virtualisierungsoptionen, native Verschlüsselung sowie Hybrid-Cloud-Konnektivität. Damit lassen sich bestehende Infrastrukturen modernisieren, ohne die gesamte Architektur neu aufzubauen.

Mögliche Wege

Je nach Ausgangssituation kommen drei Szenarien in Betracht:

Eine reine Aktualisierung des Systems, eine schrittweise Modernisierung mit Hybrid-Funktionen oder – falls strategisch notwendig – eine vollständige Neuausrichtung


Welche Option sinnvoll ist, hängt vom technischen Zustand, der Branche und den Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit ab.

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