Wartung nach DIN VDE 0834

Gerne führen wir die Wartung Ihrer System nach DIN VDE 0834 durch. Sprechen Sie uns an!

Hinweise zu Planung, Installation, Betrieb und Instandhaltung von Rufanlagen nach DIN VDE 0834, z. B. in Krankenhäusern, Alten- und Seniorenwohnheimen, Pflegeheimen, Forensischen Kliniken und Justizvollzugsanstalten. Erarbeitet von den Mitgliedern des Fachkreises Rufanlagen im ZVEI-Fachverband Sicherheit.
Die DIN VDE 0834 ist die zentrale Norm zur Realisierung von Rufanlagen. Das Nichteinhalten dieser Norm kann Patienten, Schutzbefohlene und insbesondere ältere Menschen gefährden. Sofern Einrichtungen, auf die die Norm anzuwenden ist (s. o.) mit Kommunikationsanlagen ausgestattet werden, denen wesentliche Eigenschaften der sicheren Rufsignalisierung oder der Systemtrennung fehlen, sei darauf hingewiesen, dass „die Befolgung oder Nichtbefolgung technischer Regelwerke eine Rolle für die Bewertung spielen (kann), ob jemandem eine fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden kann.“ (Vgl. ZVEI-Merkblatt 82025:2017-02 „Rechtliche Bedeutung technischer Standards und technischer Regelwerke“). Der Fachkreis Rufanlagen im ZVEI vertritt Hersteller von Rufanlagen, die dieser Norm zuzuordnen sind. Diese in der 5. Auflage vorliegende Broschüre soll allen Interessierten eine Hilfestellung zur Anwendung der DIN VDE 0834 geben und ein herstellerunabhängiges Verständnis von Vorgehensweisen und Begriffen erzielen. Investoren, Planungsbüros, Errichterfirmen und Betreiber erhalten einen fundierten Überblick für das Projektieren, Errichten, Erweitern, Ändern, Betreiben und Instandhalten von Rufanlagen. Die Broschüre ersetzt nicht die persönliche Auseinandersetzung mit der Norm, nicht alle Detailthemen können hier berücksichtigt werden.

Kurzübersicht Mindestanforderungen gemäß DIN VDE 0834

Die DIN VDE 0834 trägt dem schnellen technischen Fortschritt Rechnung, indem sie keine Vorgaben über die zu verwendende Technologie macht. Sie setzt aber Rahmenbedingungen für technische Grenzwerte, Zeit- und Funktionsabläufe und für die Schnittstelle zwischen Mensch und Anlage. Zur schnellen ersten Orientierung sind hier die wesentlichen Eckdaten kurz zusammengefasst. Es werden dabei Funktionen und Begriffe aus den Bereichen Krankenhaus/Pflegeheim verwendet. Sinngemäß sind sie auf alle Rufstellen und alle Personen anzuwenden, die einer Gefährdung ausgesetzt sind, z. B. auch auf Bedienstete einer JVA .
In allen Räumen und Bereichen innerhalb von Gebäuden, in welchem sich Patienten bzw. gefährdete Personen aufhalten können, muss eine Einrichtung zur Rufauslösung vorhanden sein. Dieses sind z. B. Patientenzimmer, Aufenthaltsräume, Behandlungsräume oder Wartebereiche. Jedem Bett muss eine Rufauslösung zugeordnet sein, die vom bettlägerigen Patienten bequem erreicht werden kann. Ruftasten sind in der Regel rot, besitzen ein eindeutiges Rufsymbol und müssen bei Dunkelheit leicht erkennbar sein („Findelicht“). Die Rufauslösung muss optisch in unmittelbarer Nähe des Rufelements angezeigt werden („Beruhigungslicht“). In allen Räumen, in denen sich das zu erreichende Personal aufhalten kann, müssen manuelle oder automatische Anwesenheitsschalter und akustische Signalgeber für die Rufnachsendung vorhanden sein.
Eine Notrufauslösung einer Hilfe leistenden Person zur Herbeiholung weiterer Hilfe leistender Personen muss durch Betätigen der vorhandenen Ruftasten automatisch erfolgen. Dies muss durch das Markieren der Anwesenheit für diesen Aufenthaltsbereich vorbereitet werden. Vor jedem Raum ist zwingend eine Zimmersignalleuchte zu installieren, die mindestens den Ruf (rot) und die Anwesenheit (grün) anzeigt. Diese Anzeigen müssen bei Umgebungsleuchtstärken von 500 lx noch einwandfrei zu erkennen sein. Eine Rufauslösung muss innerhalb von einer Sekunde angezeigt werden. Zusätzliche Textanzeigen in Fluren müssen bei einer Beleuchtungsstärke der Umgebung zwischen 5 lx und 500 lx in einem Abstand von 20 m noch einwandfrei zu lesen sein. Optische und akustische Signale sind eindeutig festgelegt, so dass das Einsatzpersonal die Rufanlagen unterschiedlicher Hersteller bedienen kann. Dauerlicht, langsames Blinklicht und schnelles Blinklicht sind die grundlegenden optischen Signalmerkmale. Ebenso sind für die Rufnachsendung drei Tonsignale für Rufe, Notrufe und Alarmrufe definiert. Zusätzliche Signalisierungsarten müssen sich eindeutig von den zentralen Signalisierungen unterscheiden. Die Zeitspanne zwischen Rufauslösung und einer Information an das zuständige Personal darf maximal fünf Sekunden betragen. Die Markierung der Anwesenheit des Personals im Rufbereich darf zur Ruflöschung verwendet werden. Räume, die vom Montageort der Anwesenheitserkennung nicht eingesehen werden können, wie beispielsweise Nasszellen, müssen über eine separate Rufabstellung verfügen. Ruf- und Bedienvorrichtungen dürfen nicht mit Geräten der Niederspannungsanlage unter einer gemeinsamen Abdeckplatte montiert werden und müssen sich äußerlich deutlich von diesen unterscheiden. Ausnahme ist, wenn nach Entfernen der Abdeckung die Isolation und der Berührungsschutz erhalten bleiben.

Dieses ist nur ein Auszug aus der Vorgabe der DIN VDE 0834. Gerne stellen wir Ihnen die komplette Voraussetzung zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail und Sie erhalten das gewünschte Dokument von uns.